WA: “kiz setzt neues Landesgesetz um”

WA: “kiz setzt neues Landesgesetz um”

WA: “kiz setzt neues Landesgesetz um” 150 150 Rüdiger Weiß

BERGKAMEN – Die RAA gehört zu den „alten Hasen“, wenn es um das Thema Integration geht. Im kommenden Jahr feiert die „Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ ihr erstes Jubiläum.Allerdings wird sie diesen 25. Geburtstag nicht mehr unter dem Namen RAA feiern, sondern als kiz – kommunales Integrationszentrum Kreis Unna. Bereits Ende der 1970er Jahre hat sich der Kreis Unna intensiv des Themas Integration angenommen und dies mit der Gründung der RAA 1989 unterstrichen. Damit war der Kreis früh in einer Vorreiterrolle.

Die Tage des RAA-Schildes an der Wand sind gezählt, Leiterin Marina Raupach (rechts) und ihre Stellvertreterin Anne Nikbin (links) stellten zusammen mit Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod (hinten) den Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß (links) und Hartmut Ganzke das neue „kiz“ vor. - © Reinermann (Westfälischer Anzeiger)

Die Tage des RAA-Schildes an der Wand sind gezählt, Leiterin Marina Raupach (rechts) und ihre Stellvertreterin Anne Nikbin (links) stellten zusammen mit Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod (hinten) den Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß (links) und Hartmut Ganzke das neue „kiz“ vor. – © Reinermann (Westfälischer Anzeiger)

Ein Vorsprung, der sich bis heute auszahlt, denn wieder gehört der Kreis Unna zu den ersten. Diesmal bei der Umsetzung des Integrationsgesetzes, das Nordrhein-Westfalen 2012 als erstes Flächenland verabschiedet hat. Danach soll das Zusammenwachsen von Menschen verschiedener Kulturkreise auch mit Hilfe kommunaler Integrationszentren vorangebracht werden.

„Wir mussten nicht lange nachdenken“, erklärte Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod gestern, als er den Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß und Hartmut Ganzke das neue kiz vorstellte. „Für uns war klar, dass sie ja nur ihre Arbeit fortsetzen und optimieren muss.“ Und so hat die RAA sofort reagiert und ein Konzept entworfen, das vom Kreistag Ende Oktober verabschiedet wurde. Während andernorts noch Grundlagenarbeit geleistet wird, überzeugte die RAA das Land mit diesem Konzept zur organisatorischen Umwandlung und inhaltlichen Weiterentwicklung der Integrationsarbeit. Anfang des Jahres folgte die Anerkennung als kommunales Integrationszentrum Kreis Unna (kiz) und die entsprechende Umbenennung.

Damit verbunden ist vor allem eins: Geld. 50 000 Euro mehr Förderung gibt es nun vom Land, insgesamt also rund 170 000 Euro. „Plus zwei Lehrerstellen, die das Land finanziert“, ergänzt kiz-Leiterin Marina Raupach. Rüdiger Sparbrod erklärt, dass der Kreis mit einer Summe von 240 000 Euro die Arbeit der RAA finanziert.

Durchgängige Sprachförderung und Partizipation waren und sind die Aufgaben, denen sich das kommunale Integrationszentrum verschreibt. „Mit verschiedenen Projekten sind wir in Kindergärten und Schulen“, erklärt Marina Raupach, „und wir prüfen, inwieweit Menschen mit Migrationshintergrund Anschluss haben, sei es in Sportvereinen, im Gesundheitswesen oder beim Arbeitnehmeranteil im öffentlichen Dienst“.

Um diese Ziele verfolgen zu können, werde die optimale Vernetzung aller beteiligten Stellen wie Kommunen und Wohlfahrtsverbände vorangetrieben, unter anderem mit regelmäßigen Sitzungen und Austausch, erläutert Sparbrod. Wie die RAA auch wird das kiz übrigens in den Räumen an der Schulstraße 8 in Bergkamen bleiben.

Dabei kann sich das kiz der Unterstützung der heimischen Landtagsabgeordneten in sachlicher wie in finanzieller Hinsicht sicher sein. Rüdiger Weiß lobte: „Sie haben eine tolle Wegstrecke hinter sich, und so muss es weitergehen.“ – mar

Aus: Westfälischer Anzeiger (17.01.2013)